Die erste Welle von Penguin 2.0 ist ausgelöst

Aber das ist erst der Anfang!

Seit 22. Mai ist es raus: das heiß erwartete Penguin 2.0 ist ausgerollt, ebenso hat dies in einem Tweet und in seinem Blog bestätigt. Die Effekte daraus werden sich aber erst mit der Zeit zeigen, denn hat die erste Welle bewusst gering gehalten, aber ist es damit definitiv noch nicht zu Ende.

Zunächst hat das Update, nach eigenen Angaben von Matt Cutts, etwa 2,3 % der englischsprachigen Suchanfragen ins Auge gefasst. Je nach Spamverhalten in anderssprachigen Ländern veränderte sich diese Quote entsprechend. Dennoch hat Matt Cutts weiterhin betont, dass dieses Penguin Update einen weitaus größeren Effekt auf die -Welt haben wird, als vergleichsweise Penguin 1.0 im April 2012. Zuvor wurden eher nur die Homepages oder die Startseite einer Domain betrachtet. Mit dem neuen Google Update sollen nun auch andere Unterseiten näher beleuchtet werden. Das bedeutet aber auch, dass bereits kleine Bereiche einer Webseite darüber Aufschluss geben, welche SEO-Maßnahmen Anwendung fanden.

Auch deutsche Suchanfragen sind bereits betroffen

Wie sieht es aber in Deutschland aus? Auf seo-united.de kann man im Liveticker verfolgen, wie sich die Veränderungen aufzeigen. Verschiedene Blogs zeigen die bisherigen Ausmaße auf und wer zu den Verlieren auch in Deutschland zählt.

Beispielsweise hat Johannes Beus den Sistrix-Sichtbarkeitsindex als Messgröße verwendet und eine erste Liste der Verlierer veröffentlicht. Eine starke Veränderung in Sichtbarkeitsindex wurden zum Beispiel für travelantis.de, home24.de und baby-markt.de festgestellt. Ebenso searchmetrics.com hat eine ähnliche Liste veröffentlicht, die sich genauso auf die Sichtbarkeit konzentriert. Die größten Verlierer hieraus sind zum Beispiel goastro.de, wondershare.de, designhotels.com und sofort-spielen.de

Welche Kriterien wurden aber mit Penguin 2.0 erfasst?

Diese Frage beantwortet zum Einen linkbutler.de in seinem Blog mithilfe einer ersten Analyse. Grundlegend unterscheidet Linkbutler dabei verschiedene Keywordarten. Daraus zeigte sich bei den analysierten Seiten eine hohe Linktextquote mit harten Ankertexten. Ebenso Phrases und Money-Keywords waren darunter.

Eine weitere Analyse folgte kürzlich von XOVI, die die bisherig veröffentlichten Verlierer-Listen mit den eigenen Werten verglichen hat. XOVI schließt daraus, dass kein tatsächlicher Sichtbarkeitsverlust aufgrund der Keywords zustande gekommen ist, sondern Mehrfach-Rankings zu einem verschwunden sind, sodass nur eine bestimmte Unterseite oder die Domain-URL zu einem Keyword rankt.
Zwar ist zu erkennen, dass eine Bereinigung in den Suchergebnissen stattgefunden hat – besonders jene Domains, die unnatürlichen Linkaufbau betrieben haben. Trotzdem ist auch unter den Ergebnissen, die Sichtbarkeitsverluste von 15-25% zu verzeichnen hatten, zu erkennen, dass nach wie vor noch weitere Anpassungen notwendig sind.Man sollte sich bei den Analysen nicht nur auf die Sichtbarkeit konzentrieren, sondern auch andere Kerngrößen betrachten. Dennoch liefert die Sichtbarkeit erste Indizien, welche Faktoren zum Tragen gekommen sind. Daher hat XOVI eine weitere Analyse durchgeführt und die Liste der Verlierer noch weiter eingegrenzt, unter Berücksichtigung der Anzahl der verlorenen Keywords sowie die Anzahl der verlorenen URLs. Folglich gehören dann auszugsweise e-rad.de, plakat-total.de, fertighaus-keitel.de, kartenspiele-regeln.de und hausboot-boerse.de zu den größten Verlieren.

Algorithmus-Updates sind notwendig

Beim Google Penguin Update geht es grundlegend darum, den Webspam in den SERPs zu bereinigen und den Anwendern unlauterer Methoden nicht mehr so viel Kraft zu verleihen, insbesondere dann, wenn gegen die Google Richtlinien verstoßen wird. Dazu zählen zum Beispiel gehackte Seiten, Cloaking und unnatürliches Linkbuilding.

In diesem Sinne kann es auch gut etablierte Webseiten treffen, die aber im Linkbuilding etwas zu aggressiv vorgegangen sind. Passiert dies, ist der Unmut gegen Google natürlich groß. Besonders dann, wenn man zu den Verlierern gehört und schwere Umsatzeinbußen, durch den Wegfall der guten , zu vermelden sind.

Dennoch darf man bei einem Algorithmus-Update, so wie in diesem Fall, nicht von einer Abstrafung oder Penalty ausgehen. Schlichtweg wird mit solchen Updates versucht, die SERPs mit qualitativen Webseiten zu füllen. Die Verlierer verschwinden nicht aus den Suchergebnissen, sondern landen nur weiter hinten, wodurch Raum für die tatsächlich qualitativen Webseiten geschaffen wird.

Daher ist ein Algorithmus-Update nichts Schlechtes, sondern im Gegenteil: eine Besserung, um Faktoren wie Branding und Vertrauen die richtige Bedeutung zu geben. Das ist es auch, was die Nutzer immer wieder zum Suchmaschinenkonzern zurückkehren lässt: Google ist darum bemüht, den Nutzern immer wieder ein besseres Sucherlebnis zu bescheren.

Penguin 2.0 – Die Ruhe vor dem Sturm

Wie Matt Cutts bereits angekündigt hat, war das aber noch nicht alles zum Penguin 2.0. Diese Ausrollung bisher war nur ein kleiner Vorgeschmack und ein Art Test-Run, um nachträglich weitere Anpassungen vorzunehmen. Die vorherige Ankündigung, dass für diesen Sommer in der SEO-Welt noch Einiges zu erwarten ist, bleibt also bestehen.

Konnten bestimmte -Seiten der Black Hats durch dieses Algorithmus-Update nicht erfasst werden, besteht aber trotzdem die Möglichkeit, Google davon in Kenntnis zu setzen. Die Gelegenheit dazu erhalten Nutzer und auch Webseitenbetreiber über den Penguin Spam Report. Auf diese Weise kann jeder dazu beitragen, die SERPs von den spamhaltigen Seiten zu befreien. So ist es nicht nur Google, der sich die Arbeit macht, sondern jeder Internetnutzer selbst genauso.

Mehr und weniger Links

Das Linkbuilding ist nicht alles. Noch immer wird zu viel Zeit darauf verschwendet. Es ist aber inzwischen mehr als klar, dass nicht nur Links das Entscheidende darstellen, sondern interessanter und animierender Content und ein zufriedenstellendes Nutzererlebnis mehr von Bedeutung sind. Insbesondere erwähnt Matt Cutts selbst, dass man sich als Webseitenbetreiber genauso auf das Design und die Geschwindigkeit konzentrieren sollte. Beizeiten kann dies vorteilhaft für das eigene sein.

Man sollte sich also nicht beschweren, sondern für die Verbesserungen dankbar sein. Die Google Updates sorgen nicht nur dafür, dass uns niemals langweilig wird, sondern auch, dass wir besser verstehen lernen, wie ein Nutzer denkt und welche Bedürfnisse dieser hat. Man sollte sich daher, in den eigenen Verbesserungen und Aktualisierungen zur Webseite mehr darum kümmern, seine Besucher glücklich zu stimmen und darauf zu setzen, was tatsächlich von Bedeutung ist. Das spricht Matt Cutts auch in einem kürzlich veröffentlichten Video an:

Gleichmäßigkeit im Linkprofil prüfen

Allerdings kann auch ein Blick in das eigene Linkprofil nicht schaden, besonders um zu erkennen, wie vielseitig man dieses gestaltet hat. Ist eine Gleichmäßigkeit aber nicht gegeben oder stellt man bei seiner eigenen Analyse fest, dass gewisse Links überwiegen oder nicht mehr den bekannten Qualitätskriterien für Links entsprechen, sollte man sich um den Linkabbau Gedanken machen. Beachten Sie dazu auch die Variation der Linktexte, auf die sich Penguin genauso konzentriert.

Das heißt nicht, dass Sie wahllos Links entfernen sollten. Wägen Sie genau ab, welche Links Ihnen nützen, vielleicht sogar Besucher einbringen und welche Ihnen womöglich schaden. Tun Sie sich damit eher schwer, können Sie diese Aufgabe auch outsourcen – beispielsweise über eine Bad Link Research aus dem SEO-Webportal.

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