Juni 13, 2021

Suchmaschinenoptimierung

( für Search Engine Optimization) ist ein Teilbereich des Onlinemarketings, der das von Webseiten in Suchmaschinen wie verbessern soll. Dabei geht es zwar vorrangig um Seiten, die ohne bezahlte Werbung in den organischen Suchergebnissen erscheinen (SERPs = Search Engine Result Pages), doch auch Anzeigen auf Google & Co. müssen für die optimiert werden. Ihr Rang lässt sich zwar über den Klickpreis steuern, doch gut optimierte Anzeigen ranken für einen geringeren Klickpreis weiter oben als die schlechter optimierten Anzeigen der Konkurrenz. Daher ist Suchmaschinenoptimierung für jede Webseite bedeutsam, die in einer Suchmaschine gefunden werden soll.

Zwei Bereiche der Suchmaschinenoptimierung

Die Suchmaschinenoptimierung teilt sich grundsätzlich in die beiden Bereiche der OnPage-SEO auf der Webseite und der OffPage-SEO von außen mit Backlinks. Die Algorithmen von Suchmaschinen bewerten eine Webseite intern und messen auch die Zahl und Qualität der Backlinks, die von anderen Seiten auf diese Webseite führen. Daraus errechnet sich ein Rang in den Suchergebnissen. Maßnahmen der beiden Bereiche sind beispielsweise:

  • OnPage-SEO: Einfügen von wichtigen Schlüsselbegriffen (Keywords), nutzerfreundliche Seitenstruktur für eine hohe Usability, schnelle Ladezeiten, sinnvoller , Anlegen einer Sitemap (Inhaltsverzeichnis mit Verlinkung zu den Unterseiten), sinnvolle interne Verlinkung
  • OffPage-SEO: Generieren von Backlinks aus Foren, Blogs, Presseportalen, sozialen Netzwerken und von Webseiten mit verwandten Themen

Seriöse und unseriöse Suchmaschinenoptimierung

Webmaster können grundsätzlich auf beide Bereiche der Suchmaschinenoptimierung Einfluss nehmen, jedoch müssen sie sich dabei an die Webmasterrichtlinien von Google & Co. halten. Eine seriöse Suchmaschinenoptimierung achtet auf die beschriebenen Faktoren der OnPage-SEO, übertreibt es aber beispielsweise nicht mit den Keywords, für die eine Dichte (Density) von 3 – 4 % empfohlen wird. Was darüber hinaus geht, kann Google als bzw. -Stuffing bewerten, was unter Umständen eine Penalty (Strafe) nach sich zieht. Diese bedeutet ein Herabsetzen in den SERPs meistens hinter Rang 60 der Suchergebnisse und schlimmstenfalls ein Delisting, also eine Verbannung aus dem Google-Index. Noch prekärer wirken sich unseriöse Maßnahmen der OffPage-SEO aus. Webmaster könnten in die Versuchung geraten, zum Zweck der Suchmaschinenoptimierung massenhaft Backlinks von unseriösen Anbietern einzukaufen, die von Linkfarmen aus diese Links setzen. Das sind Webseiten ohne sinnvollen Content, die allein zum Zweck des massenhaften Versenden von Backlinks geschaffen wurden. Davor ist zu warnen. Die Google-Algorithmen (und diejenigen anderer Suchmaschinen) erkennen solche Versuche inzwischen sehr gut und strafen sowohl den Empfänger als auch den Absender solcher Backlinks früher oder später ab. Von einer ernsthaften Penalty aber erholt sich eine Webseite nur sehr schwer. Nach einem Delisting muss der Webmaster beantragen, erneut in den Index aufgenommen zu werden, was bei verbesserter, seriöse Suchmaschinenoptimierung gelingen kann, aber nicht muss. Für die seriöse oder unseriöse Suchmaschinenoptimierung haben sich die Metaphern der White Hat SEO und Black Hat SEO etabliert, die sich an Cowboyfilme anlehnen, in denen der gute Cowboy einen weißen Hut trägt, der böse hingegen einen schwarzen. Es gibt noch mehr Methoden der Black Hat SEO, so das Cloaking (duplizierte URLs, um die Crawler zu täuschen), Doorway-Pages (Brückenseiten, die nur der Crawler, aber kein Mensch sieht) oder Hidden Content, also unsichtbare Inhalte (zum Beispiel weiße Schrift auf weißem Grund), um viele Keywords auf der Seite unterzubringen, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen. All das funktioniert stets nur kurzfristig und beschädigt langfristig nicht nur die betreffende Webseite, sondern auch den Account des Webmasters, den die Google-Verantwortlichen natürlich identifizieren.

Suchmaschinenoptimierung 2021

Im Jahr 2021 sind die Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung nochmals gestiegen, was unter anderem der Corona-Pandemie geschuldet ist. Große Bereiche der Wirtschaft haben sich ins Netz verlagert. Bekanntermaßen brach zwar der Umsatz innerstädtischer Einzelhändler ein, der Umsatz der etablierten Onlinehändler jedoch brach alle Rekorde. Das ist nur ein Teilbereich der Wirtschaft: Auch in anderen Sektoren boomt der Onlinebereich wie nie zuvor. Durch die Kommunikation im Netz und die massenhafte Onlinerecherche sind die Ansprüche der Nutzer gestiegen. Die Suchmaschinen passen ihre Algorithmen fortwährend an und können gut optimierte von schlechten Webseiten immer besser unterscheiden. Der Branchenverband Bitkom nennt diese Zahlen für das Onlinemarketing und damit die Suchmaschinenoptimierung 2021:

  • 66 % aller Unternehmen verbessern ihre Webseiten oder haben dies vor.
  • 70 % der Anbieter investieren verstärkt ins Content-Marketing.
  • Nahezu 100 % aller Kaufinteressenten im B2B-Bereich informieren sich grundsätzlich zuerst online.
  • 69 % dieser Interessenten geben jedoch an, nicht auf Anhieb die gewünschten Informationen zu finden. Dies liegt nach Expertenmeinung an mangelhafter Suchmaschinenoptimierung. Es gibt zwar die gesuchten Angebote, sie stehen auch im Netz, doch durch eine schwache SEO irgendwo hinter Seite 20, wo sie niemand mehr sucht.

Für die Suchmaschinenoptimierung 2021 bedeutet das: Sie muss fokussierter betrieben werden, sich auf relevante Keywords beschränken und alle Methoden der Black Hat SEO, die zu Penalties führen, strikt unterlassen. Stattdessen ist umfangreiches Networking vor allem in den sozialen Medien gefragt, um für eine onpage gut optimierte Seite auch seriöse Backlinks zu generieren.

Related posts