Suchmaschinenoptimierung für WordPress Blogs

Welche Grundlagen sollten Sie beachten?

WordPress ist die weit verbreitetste und beliebteste Blogging Plattform, die nicht nur von den Anwendern hochgepriesen, sondern von den Nutzern durch eigene Plugins erweitert wird. WordPress ist obendrein auch noch kostenlos und damit gern gesehen. Dabei kann WordPress nicht nur für Blogs verwendet werden, sondern auch statische Webseiten können damit durchaus ein ansehnliches Bild abgeben. WordPress zählt als ein Allround-Produkt, dass stetig mit neuen Möglichkeiten erweitert wird.

Viele Themes und Plugins erleichtern den Einstieg in WordPress enorm und innerhalb weniger Stunden kann eine vorbildliche Webseite erstellt werden. Trotzdem gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Hin und wieder wird es vorkommen, dass bestimmte Themes und Plugins nicht so funktionieren, wie sie sollten. Manche dieser Fehler zeigen sich offensichtlich, andere Fehler wiederum zeigen sich erst bei einem tieferen Blick. Wenn man diese aber nicht schnell erkennt, kann dies Ihre Maßnahmen zur schnell beeinträchtigen und Besucher verschwinden dann schneller als Ihnen lieb ist. Welche Aspekte sind das also, die Sie in WordPress genauer unter die Lupe nehmen sollten, um Ihre Erfolge durch Suchmaschinenoptimierung aufrechtzuerhalten?

Saubere Konfiguration und Struktur bringt Ordnung und reibungslose Funktionalität

Wenn Sie bereits von WordPress gehört haben, wird Ihnen der Begriff Permalinks ebenso untergekommen sein. Ist Ihnen dieser Begriff eher fremd, können Sie darin eine Bezeichnung für die URL-Struktur auf der Webseite sehen. Grundsätzlich verwendet WordPress die Standardeinstellung, die sich aus Sonderzeichen und Zahlen zusammensetzt, diese ist aber nicht zur Suchmaschinenoptimierung geeignet. Besser ist es, wenn Ihre Seitennamen genau identifizierbar sind und grundsätzlich der Titel Ihrer Beiträge als Permalinks dienen.

In den Einstellungen, die hierzu idealerweise auch mit „Permalinks“ bezeichnet sind, können Sie die Konfiguration dazu vornehmen und die Struktur der einzelnen URLs zu neuen und vorhandenen Seiten festlegen. Wählen Sie dazu am Besten „Postname“. Allerdings können Sie auch in der Einstellung „Benutzerdefiniert“, eigene zusätzliche Aspekte mit einbeziehen.

Um die bereits indexierten Seiten aber nicht zu gefährden, ist es von Bedeutung, dass Sie Ihre Seitenstruktur gleich zu Beginn, noch bevor Sie den ersten Beitrag geschrieben haben, festlegen. Denn mit der Veränderung in den Einstellungen werden auch die alten Beiträge dahingehend verändert. Dies können Sie umgehen, indem Sie in der .htaccess Datei einen 301-redirect eingeben, indem Sie die Postings angeben, die von dieser Veränderung verschont bleiben sollten. Sind zu viele Posts davon betroffen, können Sie auch ein nützliches Plugin als Unterstützung verwenden.

Blogtitel in H1 für alle Unterseiten

Bei manchen Blogthemes in WordPress besteht die Grundeinstellung, dass alle Hauptüberschriften in H1 getaggt sind. Das kann Sie aber den Kopf kosten. Besonders legt viel Wert auf den H1-Tag, um die Relevanz eines Themas genauer zu bestimmen und den entsprechenden Keywords zuzuordnen.

Idealerweise sollten Sie daher folgende Einteilung vornehmen:

  • H1 Tags für den Namen der Webseite
  • Blogposts sollten mit h1 getaggt sein
  • Für Kategorien und Tag-Archive sowie für die jeweiligen Titel, sind Sie mit dem h1-Tag auch hier gut beraten

In der neueren Version von WordPress ist diese Grundeinstellung behoben, allerdings weisen die älteren WordPress-Varianten nach wie vor dieses Problem auf. Wenn Sie einen designten Theme verwenden, lohnt sich ein Blick in den Quelltext zu werfen, um die Grundlagen für Ihre Überschriften von vornherein korrekt festzulegen. Sollte Ihnen dabei dieser Fehler auffallen, verwenden Sie dazu die sogenannten Conditional Tags.

Gehören die Kategorien und Tags indexiert?

Natürlich. Das hängt aber davon ab, welche Einstellung Sie für die Kategorien und Tags vornehmen. Denn erst dann können die Kategorien eine vorteilhafte Quelle für den eingehenden auf Ihrer Webseite darstellen. Was ist dazu notwendig?

  • Kategorien und Tags sowie die Titel dazu müssen mit dem h1-Tag gekennzeichnet sein
  • Fügen Sie eine Beschreibung zu den Tags und Kategorien hinzu. Mit diesem Plugin erhalten Sie eine extra Unterstützung, um die Kategorien und Tags für Ihren eingehenden Traffic zu nutzen.
  • Verwenden Sie nicht zu viele Tags und Kategorien, diese sollten nach wie vor eine Übersicht erlauben

Auch zur Suchmaschinenoptimierung gibt es ein passendes Plugin

Mit dem WordPress SEO Plugin hat Yoast die OnPage Optimierung für viele Webseitenbetreiber erleichtert. Noch dazu kombiniert diese Erweiterung in WordPress viele Einstellungen, die sonst von mehreren Plugins erfüllt werden müssten. Beispielsweise Sitemaps und andere Funktionen erleichtern den Alltag mit der Suchmaschinenoptimierung und man muss sich nicht so viele Sorgen machen, ob alle Informationen über die Webseite an die Suchmaschinen ausgeliefert werden. Trotzdem ist es wichtig, die Grundeinstellungen richtig vorzunehmen, damit dieses Plugin die richtige Unterstützung bietet.

Für viele WordPress-Nutzer ist dieses Plugin nicht mehr wegzudenken. Vor allem, da dieses bei der internen Verlinkung weiterhilft und somit der Linkjuice, der über die Domain-URL hereinkommt, auf die komplette Webseite weitergegeben wird. Allerdings gibt es zur internen Verlinkung noch ein effektiveres Plugin, dass Ihren Alltag noch ein Stückchen mehr erleichtert.

Weiterhin ist für die Performance der Webseite die Ladezeit von Bedeutung. Nicht nur Google, sondern auch die Besucher haben es gerne, wenn die Präsenz schnell lädt und man nicht lange darauf warten muss, dass sich Grafiken, Texte und das Theme ordnungsgemäß in einer angemessenen Zeit aufbauen. Pindom oder Yslow sind dazu gute Tools, die Ihnen bei der Analyse der Performance-Werte die perfekte Unterstützung liefern. Des Weiteren hilft das Plugin Better WordPress Minify dabei, CSS und JavaScript herabzusetzen, sodass die Ladezeit dadurch weniger belastet wird.

Bilder-Optimierung in WordPress

Textbeiträge ohne Bilder gibt es in keinem guten Blog mehr. Diese Medien und auch Videos gehören unweigerlich zur Lese- und Nutzfreundlichkeit einer Webseite dazu. Was dabei aber nicht vergessen werden darf, ist die Bilder-Optimierung, wobei Alt-Texte, Bildunterschriften und Beschreibungen hinzugefügt werden. Diese sind ein absolutes Muss – vor allem, um die Lizenzrechte anzugeben und auch die Bilder für die Suche in Google indexierbar zu gestalten. Auch darüber lässt sich guter Traffic beziehen.

Google+ Profile ganz einfach über WordPress verknüpfen

Wenn Sie noch kein Profil in Google+ pflegen, dann wird es aber höchste Zeit. Verschwenden Sie nicht dieses wertvolle Potential, sondern nutzen Sie die Option mit Ihren Beiträgen in den SERPs auch ein Bild von sich selbst zu verknüpfen, wodurch Ihnen mehr Aufmerksamkeit sicher sein kann. Auch über das Yoast Plugin können Sie ganz einfach Ihr Google+ Profil verknüpfen und den Author Tag für Ihr Brandbuilding einsetzen.

Achten sie darauf, was die Plugins auf WordPress treiben

Plugins sind sehr nützlich, aber können diese auch Ihr Genick brechen. Denn manchmal kann es vorkommen, dass ein Theme nicht mit einem Plugin kompatibel ist oder andere Konflikte treten auf. Wenn Sie also ein Update bei den Themes, Plugins oder auch bei einer WordPress-Aktualisierung selbst vorgenommen haben, überprüfen Sie, ob alle Funktionen reibungslos ablaufen. Problemlösungen liefern auch verschiedene WordPress Community Foren als auch Google. Viele WordPress Nutzer bieten, darüber hinaus, Hinweise und Tipps an, die den Umgang mit der Blogging Software erleichtern.

Einen weiteren wichtigen Unterstützungs-Aspekt liefert Google mit den Webmaster Tools und dem Analytics Tool. Darüber lassen sich die Besucherzahlen tracken und die Performance Ihrer Webseite unterstützen. Auch das Plugin von Yoast unterstützt die Anwendung dieser Tools oder andere Plugins verhelfen dazu, an die erforderlichen Tracking-Daten zu gelangen, um daraus mehr Verbesserungspotenzial zu erhalten.

WordPress ist eine erstaunliche Software, die das Arbeiten mit Ihrer Webseite oder Ihren Blog dermaßen erleichtert, dass Sie sich fragen werden, warum Sie diese Software nicht schon früher verwendet haben. Mit WordPress ist der Umgang mit der Webseite unglaublich einfach und großartige Kenntnisse zu HTML und dem Quelltext sind nicht erforderlich.

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