Passen Sie beim Linktausch auf, wem Sie vertrauen

Im Internet sind Backlinks nach wie vor eine wichtige Währung. Dann damit unterstreichen Sie Ihre eigene Vertrauenswürdigkeit und Qualität sowie der Ihrer Webseite. Was mit dem Pflegen einer Internetpräsenz sicherlich mit einhergeht, sind diese lieben Anfragen zum Linktausch, die mit Ansteigen das Alters und der Sichtbarkeit zur Domain sicherlich häufiger werden.

Doch ist nicht jede dieser Anfragen seriös oder vertrauenswürdig. Einige dieser Vereinbarungen können Ihnen eher schaden, als dass sie Ihnen nützen. Der Backlinkaufbau hilft Ihnen zwar dabei, Ihre Präsenz zu stärken, aber dennoch sind einige dieser Angebote mit Vorsicht zu genießen.

Mit welchen Aussagen werden Sie bei einer typischen Linktauschanfrage konfrontiert?

„auf der Suche nach Partnern“
„Interesse an einer Partnerschaft/Linkpartnerschaft/Kooperation“
„einen Linktausch vereinbaren“
„Wir würden gerne Ihre Seite xxx empfehlen“
„Im Gegenzug würden wir uns freuen, wenn Sie einen Link auf xxx setzen“

Wenn man Glück hat, wird man persönlich angesprochen. Doch wird auch darauf oftmals verzichtet und gewöhnlich „Sehr geehrte Damen und Herren“ kommt vermehrt zum Einsatz. Die E-Mail zur Linktauschanfrage ist eine Aneinanderreihung der offensichtlichen Aussagen, wie wir oben bereits genannt haben.

In einer typischen Linktauschanfrage wird dem Webmaster in Aussicht gestellt, einen zur eigenen Webseite zu erhalten, wenn man selbst einen Link im eigenen einfügt. In der Regel werden gleich mehrere Webseiten in Aussicht gestellt. Sehr oft kann es vorkommen, dass darunter auch Subdomains sind. Thematisch bewegen sich die Webseiten entweder in einem ähnlichen Gebiet, wie Ihre eigene Präsenz oder kratzt vielmehr am Rand des Themenbereichs.

Recherchieren Sie selbst erst, bevor Sie zusagen

Ein solches Angebot hört sich, auf den ersten Blick, durchaus vielversprechend an. Trotzdem sollten Sie nicht gleich zuschlagen, sondern sich überlegen, warum diese Anfrage bei Ihnen eingetroffen ist. Sicherlich hat der Versender einen Blick auf Ihre Website geworfen und deren Inhalte als eine Bereicherung angesehen – sei es für das eigene Projekt oder ein Kundenprojekt – wenn die Anfrage beispielsweise durch eine Agentur erfolgte.

Aber was ist mit Ihnen? Stellen die dargebotenen Webseiten, von der Sie eine Verlinkung erhalten, eine gleichwertige Bereicherung dar? Selbst wenn die Webseite auf den ersten Blick nett anzusehen ist, sollten Sie doch etwas hinter die Kulissen sehen und eigene Recherchen betreiben.

Auf welche Details sollten Sie achten?

Sehen Sie sich einige der Artikel an, die auf der besagten Domain veröffentlicht wurden. Welchen Eindruck machen die Texte auf Sie? Ist ein Mehrwert für die Nutzer ersichtlich? Oder erkennen Sie aus den Inhalten vielmehr, dass die Texte nur dazu online gestellt wurden, um Links zu platzieren oder eine Möglichkeit für themenrelevante Verlinkungen zu schaffen?

Werfen Sie auch einen Blick auf das Impressum, dass einen bedeutungsvollen Indikator darstellen kann, ob eine Webseite wie am Band erstellt wurde oder man sich tatsächlich die Mühe gemacht hat, eine ordentliche Präsenz aufzubauen. Wenn im Impressum eine Person oder eine Firma erwähnt wird, googeln Sie diese und versuchen Sie entsprechend Informationen herauszufinden.

Stellt sich, während Ihrer Nachforschungen, heraus, dass die Webseite zu einer SEO Agentur gehört, kann man davon ausgehen, dass diese nur eine reine Spamseite ist, die zum Generieren von Links online gestellt wurde. Sehr oft ist das ein Indikator dafür, dass das Impressum nicht aus Text, sondern aus einer Grafik besteht. Denn mit der Grafik möchte der Webseiteninhaber sicherstellen, dass die Webpräsenz nicht unter den geschriebenen Wörtern erkannt wird. Damit soll verhindert werden, dass die Seite in den SERPs erscheint, wenn man beispielsweise nach dem Firmennamen sucht. Lassen Sie sich auf derartige Angebote nicht ein, sondern suchen Sie sich bevorzugt Linkpartner, die 100%ig hinter ihren Webseiten stehen und dies auch offensichtlich in den Suchmaschinen vertreten.

Genauso das Backlinkprofil der externen Webseiten sollten Sie betrachten. Sehen Sie sich nicht nur die angebotene Webseite des Linkpartners an, sondern auch die Präsenz, worauf Sie einen Link im Content Ihrer eigenen Internetseite einsetzen sollen.

  • Welches Thema wird behandelt und wie relevant ist dieses tatsächlich, im Hinblick auf Ihre Webseite?
  • Stellen Sie sich auch jedes Mal vor, ob Sie freiwillig einen Link zu dieser Präsenz setzen würden, wenn Sie selbst, beispielsweise einen ähnlichen Beitrag vorbereiten.
  • Sehen Sie einen Nutzen darin, diese Seite zu verlinken? Bedeutet ein Link dorthin Mehrwert für Ihre Leser?
  • Ist der Backlink von gleichwertiger Qualität oder ist sogar das Gegenteil der Fall?

Achten Sie immer auf Ihr Bauchgefühl!

In vielen dieser Fragen spielen das eigene Bauchgefühl und die Intuition eine ausschlaggebende Rolle. Wenn Sie selbst ein schlechtes Gefühl verspüren, lassen Sie lieber die Finger davon. Wenn Sie sogar einen Artikel dafür schreiben, um einen Platz für den Link zu finden, sollten sich Ihre Mühen schon auszahlen und nicht vergebens bleiben.

Bei Anfragen von SEO Agenturen ist die Art des Linktauschs meist klar. Dabei handelt es sich, in der Regel, um einen nicht reziproken Linktausch, bei dem Sie keinen Link der SEO Agentur, sondern von einer anderen Webseite erhalten. Es lässt sich dann meist darauf schließen, dass man selbst keine gleichwertige Qualität erhält, sondern im Backlink sogar benachteiligt wird.

Genauso sollten Sie darauf achten, wie die Signatur des Versenders, in der Email-Anfrage, gestaltet ist. Ist nur der Vorname und nicht einmal der Nachname ersichtlich, fehlt, unter Umständen, sogar der Firmenname oder die volle Adresse?

Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl und was es Ihnen versucht zu vermitteln. Ignorieren Sie es nicht und lassen Sie auch nicht mit Ihrer Gutmütigkeit spielen. Denken Sie in erster Linie an sich und Ihre Leser. Welche Vorteile ergeben sich aus dem Linktausch? Bedenken Sie stets Ihre Leserschaft, ob sie eine derartige Verlinkung zu schätzen wissen würden oder es eher ein Stirnrunzeln verursacht als auch Ihre Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz infrage stellt.

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