Blackhat CRO – Wie die Conversion Rate manipuliert wird

Überall gibt es schwarze Schafe. In der kennen wir die Varianten der Blackhat , aber auch sehr viele Schichten von Grau sind vorhanden. Dennoch existieren noch viele andere Varianten, wie Nutzer getäuscht werden können. Selbst macht davor nicht halt. Es ist immer noch Ansichtssache, welche Taktiken man noch als ordnungsgemäß ansieht und welche sich schon auf betrügerische Ebene bewegen. Gareth James hat auf seinem Blog seo-doctor.co.uk einen interessanten Artikel veröffentlicht, der Aspekte aufzeigt, welche Arten an Täuschungsmanövern die Nutzer konfrontiert werden.

Unter CRO spricht man von „conversion rate optimization“, die sich mit mit Methoden für Webseiten befasst, die dazu ausgelegt sind, den Prozentanteil der Besucher zu erhöhen, woraus sich schließlich bindende Kunden schaffen lassen. Schlichtweg könnte man hier von der Leadgenerierung sprechen.

CRO befasst sich mit den Facetten, wie Nutzer denken und fühlen, wodurch sich Strategien erschließen lassen, die das gewünschte Ziel herbeiführen. Nutzer werden durch psychologische Taktiken zu bestimmten Entscheidungen verleitet. Die Emotionen der Nutzer spielen dabei eine ganz besondere Rolle, gefolgt von logischen Rückschlüssen, nachdem eine Entscheidung bereits gefallen ist – gewissermaßen die Kunst der Überredung wird angewandt.

Eines der Schlüsselelemente zur Conversion Rate Optimization sind Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Die Nutzer müssen sich auf Ihren Webseiten wohlfühlen, um das angedachte Ziel zu vollziehen. Das kann sich im Abonnement eines Newsletters äußern, in einem Facebook Like resultieren oder im den Kauf eines Artikels bedeuten. Dennoch kommen zur Conversion Rate Optimization nicht nur ordnungsgemäße Methoden zum Einsatz, sondern auch Techniken, die an Blackhat Techniken erinnern.

Blackhat CRO ist darauf ausgelegt, die Nutzer an der Nase herumzuführen

Blackhat CRO können unter verschiedenen Gesichtspunkten in Betracht gezogen werden, die aber ein qualitätsbewusster und ehrlicher Shop- und Webseitenbetreiber niemals in Anspruch nehmen sollte. Denn mit Blackhat CRO entsteht unter den Nutzern ein negativer Beigeschmack, den Sie sicherlich nicht bei Ihren Kunden erzeugen wollen. Zudem wird es Ihnen ohnehin irgendwann das Genick brechen, sobald Google auch diese Methoden durch seine Algorithmus-Updates ausmerzen wird, dass nur eine Frage der Zeit ist.

Niemand hat es gern, wenn die eigene Gutgläubigkeit ausgenutzt wird und man sich durch ein „Angebot“ oder die Anwendung bestimmter Wortphrasen und Techniken, hinters Licht geführt sieht. Ist der Zielvorgang schließlich abgeschlossen, kann man sich nur deswegen ärgern und sich schwören, nicht mehr darauf hereinzufallen. Jedoch fällt das Lernen aus Fehlern immer sehr schwer. Bis man seine Lektion tatsächlich gelernt hat und sich besseren Methoden zugewendet hat, dauert es dennoch einige Zeit. Hat ein Nutzer aber derartige Erfahrungen machen müssen, kann man sich sicher sein, diesen nie wieder zu sehen oder zumindest nicht mehr so schnell.

Trifft man beispielsweise auf eine Seite, die von einem miserablen Design zeugt und von Fehlern nur so strotzt, denkt man sich hierbei, dass nur sehr wenig Mühe im Aufbau der Webseite gelegt wurde. Wiederum ist das aber nur reine Taktik, um den Nutzer vom Wesentlichen abzulenken. Auf Seiten, bei denen Blackhat CRO eingesetzt wurde, stehen nicht die Interessen der Nutzer im Vordergrund.

Das „Faken“ wird von Google vorgemacht

Selbst wenn Google immer wieder predigt, keine unlauteren Methoden oder Conversion Tricks einzusetzen, die die Nutzer täuschen, macht Google selbst nicht davor halt. Bei unterschiedlichen Suchanfragen ist nicht immer ganz klar, wo die Werbeanzeigen aus Adwords und die gesponserten Links enden und wo die organische Suche tatsächlich beginnt. Auf eine farbliche Abgrenzung wird mitunter verzichtet. Zwar lässt sich durch einen kleinen Vermerk „Anzeigen“ erkennen, dass es sich hier um eine bezahlte Anzeige handelt, allerdings ist dieser Vermerk sehr leicht zu übersehen. Die Nutzer der werden damit in die Irre geführt.

Screenshot SERPs mit Google-Anzeigen

Auf anderen Webseiten werden hingegen Blackhat Copy Methoden eingesetzt, die in Lügen und versteckten Tatsachen resultieren. Webseiten, die diese Strategie fahren, bieten beispielsweise kostenlose Produkte, die man für einen bestimmten Zeitraum ohne zusätzliche Kosten verwenden darf. Jedoch bleibt es dabei nicht. Während des Registrierungsvorgangs folgt, in der Regel, die Abfrage der Bank- oder Kreditkartendaten, wodurch ein Abo eingerichtet wird. Selbst wenn der Testzeitraum sehr verlockend klingt, so sind es die Folgekosten, die den Nutzern dann zu schaffen machen. Denn selbst denkt man oftmals nicht daran, sich um die rechtzeitige Kündigung zu kümmern. Im Internet existieren unterschiedliche solcher Abo-Systeme, die selbst von Internetmarketern im Web eingesetzt werden.

Ein anderes Beispiel für derartige Abosysteme ist beispielsweise die Kopplung auf einen längeren Zeitraum. Hosting-Unternehmen und Anbieter von webbasierter Software zum Erstellen und Pflegen einer Webseite ist genauso ein Fall von Blackhat CRO. Es wird mit günstigen Monatsbeiträgen gelockt, die sich aber auf die sofortige Zahlung von einem oder mehreren Jahresbeträge beziehen. Gareth James nennt in seinem Artikel als Beispiel Pacifichost, die einen monatlichen Preis von 2,49$ veranschlagen, es sich aber um den monatlichen Kalkulationsbetrag bei einer Laufzeit von 3 Jahren handelt. Mit derartigen Angeboten wird lediglich veranschaulicht, welche Kosten im Monat, rein rechnerisch, entstehen. Man muss sich aber trotzdem mit einer hohen Einmalzahlung auseinandersetzen, die die Nutzer sicherlich nicht im Sinn hatten.

Andere Varianten bei Blackhat CRO, die Gareth James nennt, sind, unter anderem, auch das Faken von Testimonials und Kundenbewertungen sowie die Ansammlung von Fans, Followern und Likes in sozialen Netzwerken, dass man auch hierzulande kennt.

Bleiben Sie lieber ehrlich, dann sind auch Ihre Kunden glücklich

Derartige Täuschungsmanöver bringen Sie niemals weiter. Die Nutzer lernen immer verstärkter aus Fehlern, sind aber aufgrund dessen immer skeptischer und vorsichtiger. Daher braucht es auch viele Vertrauensbeweise, die man, als ehrlicher Webseitenbetreiber, erbringen muss, um das Vertrauen der Netzgemeinde zu gewinnen und zum go-to Unternehmen oder Blog Ihrer Branche zu werden.

Unternehmen Sie also stets Wege – sei es über Ihren , Ihre Media Aktivitäten und anderen Varianten, die jene aus der Suchmaschinenoptimierung mit einschließen -, um mit Ihrem Wissen und Erfahrungen zu glänzen als auch zu überzeugen.

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