Google nutzt die schlechten News um Amazon für sich

Mit Shopping Express setzt Google zum Gegenschlag an

Das Shoppen im Internet ist auf viele Arten sehr komfortabel. Shopping-Versandhäuser wie Amazon nutzen das bevorzugte Bequemlichkeitsbedürfnis der Nutzer aus, doch seit den letzten Schlagzeilen um die schlechten Arbeitsbedingungen, ist der Versandhändler bei seinen Anwendern in Ungnade gefallen. Das Misstrauen wächst, obwohl sich Amazon langsam von der schlechten Presse erholt.

Dieses Misstrauen nutzt nun Google für sich und kontert mit der baldigen Einführung von Google Shopping Express, einem 24h-Bestellservice, der Amazon Konkurrenz machen will. Der Express Service entspricht dem Prime-Service von Amazon.

Produkte über Produkte und Google will zum neuen Amazon werden

So scheint es zumindest, wenn man bedenkt, dass Amazon bei den Nutzern bisher sehr viel Vertrauen genießen durfte und auch in Google innerhalb der Werbeanzeigen sehr stark vertreten war sowie zur Produktsuche eine der ersten Anlaufstellen für die User darstellte. Jetzt aber, nach den eher erdrückenden Schlagzeilen, sind sich die Nutzer nicht mehr so sicher, welchem Shop Sie denn nun vertrauen sollten. Das will sich Google nun zunutze machen.

Jedoch war es nur eine Frage der Zeit, bis Google endlich auch diesen Schritt wagte und sich zu einem der stärksten Konkurrenten von Amazon erklärte. Zu groß war bestimmt das Missfallen, dass die Nutzer in der Produktsuche nur zu gerne auf Ergebnisse von Amazon klickten und mit Googles Unterstützung Umsätze einfuhren. Doch ist noch nicht sicher, wann denn Google Shopping Express in die Tat umgesetzt wird, oder welche Märkte als Erstes in Betracht gezogen werden. Wie TechCrunch berichtete, soll der vergleichbare Dienst bei Google etwa um 10 bis 15 US-Dollar kosten – also wesentlich günstiger sein als Amazon Prime.

Dabei geht Google noch weiter: Für Google Shopping Express soll auch der Produktkauf bei stationären Händlern ermöglicht werden, wie etwa Walmart. Dementsprechend spricht nicht nur der Preis für den neuen Dienst des Suchmaschinenkonzerns. Aber dass nun auch Google sich für den E-Commerce positionieren möchte, ist nichts Neues oder Unerwartetes. Damit schafft Google aber eine weitere Brücke über die Websuche zur Produktsuche, die, in dieser Kombination, nur noch einen weiteren Grund darstellen kann, noch längere Verweildauern auf reinen Google-Seiten zu erzeugen.

Monopol gegen Monopol

Amazon und Google gelten als Netzmonopole, von denen man sich auch, trotz schlechter Presse, nur schwer trennen mag. Zu groß sind bereits die bisherige Positionierung und die Präsenz, innerhalb der Netzwelt. Um Amazon hören die schlechten Nachrichten aber noch nicht auf. Einige Autoren haben sich derweil dazu entschieden, die eigenen Angebote aus Amazon zu nehmen und anderweitig neue Absatzwege zu erkunden.

Es ist möglich, dass Google nun einer dieser Absatzwege wird. Jedoch machen sich nun auch andere Versandhäuser, vorwiegend deutsche Unternehmen, gemeinsam stark, um nun mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Dennoch besitzt Google selbst schon sehr viel eigene Power, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass nun der Suchmaschinenkonzern mit Google Shopping Express sehr wohl zum ernsthaften Konkurrenten wird – damit ein weiteres international aufgestelltes Unternehmen.

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