Juni 13, 2021

SEO stirbt nicht

Die stirbt auch 2021 nicht aus, im Gegenteil, es gibt einige brandneue Trends im laufenden Jahr. Die wichtigsten 7 davon sind:

  • #1: Die -Core-Web-Vitals sind Teil des Page-Experience-Updates.
  • #2: Video- bleibt ein strategisches Mittel der Suchmaschinenoptimierung.
  • #3: E-A-T und Suchintentionen müssen stärker berücksichtigt werden.
  • #4: Immer mehr setzen Webmaster auf die datengetriebenen Content für ihre Suchmaschinenoptimierung.
  • #5: Die Suchalgorithmen setzen KI für das Erkennen verborgener Muster ein.
  • #6: Die User-Experience lässt sich noch besser anhand von User-Signals erkennen.
  • #7: Longtail- ist die neue Antwort auf Zero-Click-Search

Ändert das Page-Experience-Update von Google die Suchmaschinenoptimierung?

Das bleibt mit Stand Mitte Juni 2021 abzuwarten. Das Update wird gerade erst ausgerollt. Wie üblich beginnt Google mit den englischsprachigen Webseiten. Den vollständigen Abschluss des Updates hat Google für August 2021 angekündigt. SEO-Experten erwarten, dass unter anderem die Ladezeiten von Webseiten und die Usability künftig eine noch größere Rolle für die Suchmaschinenoptimierung spielen könnten. Das trifft den Kern der Sache, denn es geht um die Page-Experience, also die Erfahrungen, die Nutzer mit einer Seite machen. Die Core-Web-Vitals werden nun endgültig zur einheitlichen Bewertungsgrundlage für Webseiten. Sie stellen ein einheitliches Bewertungssystem dar, das Webseiten noch besser als früher vergleichbar macht. Im Zentrum stehen laut Google diese Kriterien, die Webmaster für ihre Suchmaschinenoptimierung unbedingt beachten sollten:

  • LCP (Largest Contentful Paint, Gesamtzeit für den Ladevorgang)
  • FID (First Input Delay, Dauer bis zur Interaktivität)
  • CLS (Cumulative Layout Shift, visuelle Stabilität=
  • Optimierung für Mobilgeräte
  • Sicherheit beim Surfen, belegbar durch SSL-Zertifikat
  • Einsatz von Werbung (darf die Usability nicht beeinträchtigen)

Der Fokus soll sich noch stärker als bisher auf die Nutzer richten. FID, LCP und CLS sind messbare Kennzahlen, die Google ab sofort noch stärker zur Bewertung der Qualität von Webseiten heranzieht. Gerade die Ladegeschwindigkeit von Webseiten beachten viele Webmaster bei ihrer Suchmaschinenoptimierung zu wenig. Dabei laden nach einschlägigen Untersuchungen die meisten Seiten nur mittelmäßig bis schlecht.

Ist durch das Update ein Absturz im möglich?

Experten vermuten mit Stand von Juni 2021, dass diejenigen Webseiten (inklusive Onlineshops), die schon bisher gut ranken, durch das Page-Experience-Update nicht gravierend abstürzen werden. Ihre Webmaster haben bei der Suchmaschinenoptimierung offensichtlich vieles richtig gemacht. Das Update verändert die SEO-Spielregeln nicht grundlegend, es schärft nur etwas den Fokus. Wer allerdings bei den genannten Kennzahlen jetzt schon schlechte Werte hat, könnte sich mit einem stärkeren Downranking konfrontiert sehen.

Die Bedeutung von Video-Content

Video-Content gilt schon länger strategisches Mittel der Suchmaschinenoptimierung. Seine Bedeutung nimmt auch 2021 zu. Er wirkt auf YouTube (das zu Google gehört!) und auf der Webseite eines Unternehmens sehr effizient und unterstützt die Suchmaschinenoptimierung: Google belohnt Videos mit einem guten Ranking. Unternehmen, die Videos auf YouTube einstellen, erhalten auch mit ihrer Homepage oder ihrem Shop in der einen besseren Rang. Das leuchtet auch ein, denn Videos lösen Probleme von Kunden, bevor diese entstehen. Einen guten Beleg für diese These liefern die vielen Erklärvideos zu Produkten, die sich hoher Zugriffe erfreuen, weil sie wirklich gebraucht werden und den Rahmen bloßer Werbung verlassen. Das ist genau das, was Google will: nutzerfreundlichen Content schaffen. Bekanntermaßen zeigt Google bei Suchanfragen auch immer Videos, wenn das gesuchte Unternehmen diese (auf YouTube) veröffentlicht hat. Es wäre also fahrlässig, diesen Bereich der Suchmaschinenoptimierung zu vernachlässigen. Technisch ist es möglich, in die Bezeichnungen und näheren Erläuterungen zu einem Video Keywords einzubauen. Bei Bildern funktioniert das auch.

Berücksichtigung von E-A-T und Suchintentionen

E-A-T ist das inoffizielle Google-Akronym für Expertise-Authority-Trustworthyness (Fachwissen, Autorität, Vertrauenswürdigkeit). Google hält sich bedeckt zur Frage, inwieweit diese eher weichen Faktoren direkt ein algorithmischer Rankingfaktor sind: Immerhin sind sie schwer messbar. Zu vermuten ist aber, dass sie sich an den Zugriffen auf eine Seite, an der Verweildauer und auch am Teilen einer Seite indirekt ablesen lassen. Wir lesen nur Content, der Expertise und Autorität verrät, wir teilen ihn nur und schauen uns überhaupt diese Seite an, wenn wir ihr vertrauen. Bei der Suchmaschinenoptimierung müssen Webmaster E-A-T einfach im Hinterkopf behalten. YMYL-Websites (Your-Money-Your-Life) beobachtet Google in dieser Hinsicht offenbar besonders scharf. Dass Webseiten schließlich die Nutzerintentionen berücksichtigen sollen, war schon immer ein zentrales Thema der Suchmaschinenoptimierung, das nur im Jahr 2021 durch das Page-Experience-Update noch wichtiger wird.

Die datengetriebene Optimierung von Content

Webmaster sollten im Jahr 2021 für die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr nur auf ihr Bauchgefühl oder auch auf ihr angelesenes Fachwissen, sondern ebenso auf Daten vertrauen. Bestimmte SEO-relevante Daten lassen sich messen. Man denke nur an die oben genannten Ladezeiten, aber auch an Tools für die -Density, Unique Content (CopyScape) oder WDF*IDF. Google stellt selbst solche Tools in der Search-Console und im Keyword-Planner für die Ads bereit, darüber hinaus gibt es sie (teilweise kostenpflichtig, doch vielfach auch kostenlos) auch von anderen Anbietern.

KI in der Suchmaschine

Natürlich setzen Suchmaschinen in ihren Algorithmen Künstliche Intelligenz ein. Doch sie stellen dies in Form von Analytics- und SEO-Tools auch für Webmaster bereit, die damit ihre Suchmaschinenoptimierung forcieren können. Diesem Trend sollte sich niemand entziehen: Eine handfeste datenbasierte Analyse ist allemal besser als menschliche Intuition, wenn es um exaktes Optimieren geht.

Fazit

Für die Suchmaschinenoptimierung stehen auch 2021 wirksame Werkzeuge zur Verfügung. Wer sie anwendet, ist damit der Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus und spart darüber hinaus auch bei den Google Ads (der bezahlten Werbung auf Google) viel Geld: Diese funktionieren nämlich ebenfalls über Mechanismen der Suchmaschinenoptimierung.

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